Der Walchensee ist einer der tiefsten (maximale Tiefe: 192,3 m) und zugleich mit 16,40 km² auch einer der größten Alpenseen Deutschlands. Der See liegt 75 km südlich von München inmitten der Bayerischen Voralpen. Im Unterschied zu den meisten anderen größeren Seen Bayerns ist er nicht Eigentum des Freistaats Bayern und unterliegt damit auch nicht der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen.

 

Wind:

 

Grundsätzlich ist der Walchensee ein Thermikrevier.

Der beste Wind geht im Regelfall zwischen der Galerie und der Sachenbacher Bucht, wobei der Wind bei der Galerie immer etwas böiger ist und in Sachenbach fast immer um 1 Bft. stärker bläst. Leider ist die Sachenbacher Bucht nicht mit dem Auto zu erreichen. So parkt man in Urfeld, schnallt sein Surfwägelchen unter und macht sich auf einen 2 Km langen Fußmarsch. Ob es das einem Wert ist, i don’t know?

Die Galerie ist ein Parkplatz ca. 1,5 km nach Urfeld. Wer hier am Wochenende parken will, sollte schon mal am Freitag Nachmittag anreisen und die nächsten 2 Tage stehen bleiben können. Denn wer drin ist, kommt nicht mehr raus. Deshalb sind dort fast immer die gleichen WoMo-People zu treffen.

Unter der Woche ist es normalerweise kein Problem.

Wer auf der Galerie Seite versucht zu Wassern, findet erst einmal eine besch.... Parkplatzsituation vor. Dann ist wenig Platz zum Aufriggen und dann wird das ganze zu einer Kletterpartie. Hierbei ist leider sehr schnell das Material ruiniert. So finden sich die meisten Surfer in Walchensee an der Wiese.

 

Ca. 100m nach der Herzogstandbahn befindet sich auf der rechten Seite ein Surfshop und angrenzend ein großer Parkplatz (Parkgebühr € 3,-). Dort ist Platz für (fast) alle.

 

Leider kann man das von der Wiese nicht behaupten, hier wird es speziell im Sommer schon ganz schön eng. 300 - 400 Leute sind dort schon gezählt worden, aber das sind nur wenige Tage. Egal welche Entscheidung ihr auch treffen wollt, hauptsächlich hängt dies vom Wind ab, denn nicht immer geht überall Wind.

 

Im Frühjahr und im Spätherbst geht es manchmal nur oben an der Galerie und in Sachenbach. An der Wiese ist das Wasser spiegelglatt. Da hilft dann alles nichts, da muss man rauf. Bei Ostwind kann’s auch mal nur unten Blasen. Die Thermik beginnt immer oben im Norden des Sees und zieht dann langsam bis zur Wiese. Dies kann schon mal bis zu 2 Stunden dauern, aber dafür hört es oben auch zuerst auf. Wenn um 15.30 Uhr an der Galerie keiner mehr im Gleiten ist und dort eingepackt wird, geht es unten an der Wiese oft noch bis 17.00 / 18.00 Uhr, wobei dann der Wind sehr böig wird und die Böen oft sehr heftig ausfallen können. Dies hängt mit der langen Sonneneinstrahlung zusammen, die der Herzogstand erfährt. Aus diesem Grund lösen sich hier auch zu später Stunde ständig Warmluftblasen und reißen folgend die Luft nach oben. Die nachströmende Luft sind die beliebten Böen, in denen auch 90 Liter Boards mit 5,8er Segel gefahren werden können. Zwischen den Böen steht man dann halt. Ja ja, so ist das leider, aber man kann nicht alles haben. Entscheidend ist eine möglichst lange Sonneneinstrahlung und ein großer Unterschied zwischen der Tages- und Nachttemperatur. Wobei in der Nacht 8° und am Tag 21° eine bessere Thermik versprechen, als eine Erwärmung von  18° auf 31°. Je länger eine Wärmeperiode dauert, desto schlechter wird die Thermik.

Das trifft vor allem auf die Monate Juli und August zu. Thermik unterstützend ist in erster Linie der Nordwind, und dann etwas schlechter aber immer noch gut alle Winde um Nord, also NW & NO.

 

Ostwind ist auch ok, aber dann kann es oft unten an der Wiese besser und länger als an der Galerie gehen. Bei Westwind hat man meist die Thermik alleine. An der Wiese kann es zu Gegendruck kommen, weshalb auf den ersten 100 - 200 Metern so gut wie kein Wind gehen kann.

 

Grundsätzlich schlecht ist alles um Süd, außer es hat starken Föhn und er kommt bis zum Walchensee durch, dann funktioniert auch der Südwind. Der Föhn muss jedoch stark genug sein, sonst entsteht durch die Thermik ein Gegendruck und das ganze hebt sich auf. Dann ist der See schön glatt, aber wenigstens ist es schön warm und sonnig. Ich empfehle euch bei Föhn aber den Achensee! Im Herbst ist die Thermik oft nur für 1 - 2 Stunden gut. Thermikanfang ist zwischen 10.30 Uhr und 11.30 Uhr.

 

Wie oben beschrieben ist bei längerer Schönwetterlage eine Zeitverschiebung nach hinten zu beobachten. Im Frühjahr dagegen ist der Wind meist besser, da die Tage länger sind. Das heißt längere Sonneneinstrahlung und steilerer Einstrahlungswinkel heizen die Umgebung besser auf, was zu einer stärkeren Thermik führt. Nach einer Schlechtwetterfront ist am ersten schönen Tag auch mit einer leichten Schwäche zu rechnen, da der Boden erst einmal trocknen muss, bevor er dann wieder mehr Wärme speichern kann.

 

Wichtig:

 

ACHTUNG, bei aufziehenden Gewittern ist nicht zu spaßen, wir sind in den Alpen, auch wenn ihr die Gewitter nicht sehen könnt, brauen sich diese oft hinter den Bergen zusammen. Wenn diese dann auftauchen, kann innerhalb von 10 Min. die Chose losgehen. Also wenn es fett schwarz kommt, runter vom Wasser, rauf könnt ihr immer noch mal. Aber es sind schon einige ertrunken, also Vorsicht, OK?!

Danke an www.die-wind.info, welche uns den Spotguide zur Verfügung stellt.